SCHEX Vermögens- & Ruhestandsplanung GmbH

+49 (0)8629 - 92 95 12

SCHEX News Januar 2017

SCHEX News Januar 2017 (31.01.2017)

Kurzer Jahresrückblick

2016 ist vieles passiert. Brexit, Italien, Trump. Das sind nur drei Schlagworte, welche letztes Jahr in aller Munde waren. Das Jahr war von Überraschungen geprägt. Zusammenfassend können wir aber sagen, dass 2016 im Großen und Ganzen trotz der Turbulenzen ein letztendlich zufriedenstellendes Jahr war. 

 

Was kommt 2017 auf uns zu?

Donald Trump - Der nun mächtigste Mann der Erde?

Viele gingen davon aus, dass die Börsen deutlich abrutschen würden, wenn Trump Präsident wird - so auch beim Brexit. Nun ja, beim Brexit haben sich die Börsen sehr schnell wieder erholt und bei Trump sind sie allem voran in den USA sogar deutlich gestiegen.

Festzuhalten bleibt, dass die Märkte den neuen Präsidenten der vereinigten Staaten bis dato positiv sehen.

Im Netz und in Zeitungen gibt es mittlerweile unzählige Artikel über Trump und seine möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Manche preisen ihn als Wirtschaftswunder der USA an, manche malen den Teufel an die Wand und prophezeien das Schlimmste.

Wir denken, es ist an der Zeit für eine objektive Betrachtung der Situation.

Mit einem Klick erfahren Sie mehr:

Eine Analyse von Chancen & Risiken

Eines ist klar: Trump ist zwar unberechenbar, jedoch wird er wohl weder ein Wirtschaftswunder herbeiführen, noch den 3. Weltkrieg oder eine schwerwiegende Finanzkrise auslösen. Er ist der neue Präsident der vereinigten Staaten, nicht mehr und nicht weniger - aber natürlich hat er damit eine machtvolle Position.

Es ist aber auch klar, dass sein Handeln Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und Märkte haben wird. Es stellt sich nur die Frage, ob positiv oder negativ - und vor allem: Für wen positiv und für wen negativ? Auch die Schlagkraft dieser Auswirkungen ist nicht absehbar. 

Mit Sicherheit wird es Sektoren geben, die von seiner Politik profitieren werden und es wird auf jeden Fall auch Sektoren geben, die als Verlierer dastehen werden.

Ein entscheidender Unterschied zu Barack Obama ist, dass Trump eine Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments hat. Dadurch kann er tatsächlich etwas bewegen.

Steuersenkungen und eine lockere Regulierung sollen den Profit der US-Unternehmen ankurbeln. Die Analysten von Goldman Sachs schätzen, dass die Gewinne der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen durch die geplante Steuerreform um maximal 10 % steigen könnten. 

Laut einer Umfrage des Wall Street Journals hat auch Volkswirte die Trump-Euphorie in Bezug auf Wachstumsprognosen der US-Wirtschaft gepackt. Vor allem die geplanten Infrastrukturprojekte würden eine Vielzahl von Arbeitsplätzen schaffen und Wachstum beschleunigen.

Diese positiven Aspekte stellen Chancen für die Wirtschaft dar.

Entscheidende Fragen werden sein:

1. Wird Trump wirklich eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze schaffen können? 
2. Wie hoch wird das Investitionsprogramm tatsächlich ausfallen? 
3. Wie sieht die Steuerreform in der Realität aus?
4. Wie entwickeln sich die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland, China und anderen Ländern?

Bei den, wirtschaftlich von außen betrachtet, für die USA positiven Trump-Plänen müssen allerdings auch deren Risiken sorgfältig analysiert werden. Trumps Haltung zur Globalisierung sei hier hervorzuheben, denn der geplante, abrupte Rückzug aus vielen Bereichen des internationalen Handels (Import) würde z. B. die Lieferketten der amerikanischen Konzerne stören, deren Produktionskosten erhöhen, ihre Wettbewerbsfähigkeit mindern und somit wiederrum andere positive fiskalpolitische Effekte zunichtemachen. 

Die geplante Steuerpolitik ist somit eine Münze mit zwei Seiten. US-Unternehmen, welche ihre Gewinne überwiegend in den USA erzielen und versteuern, profitieren von einer Steuersenkung. International agierende Konzerne hingegen, die ohnehin große Teile ihrer Steuern im Ausland abführen und bereits jetzt in anderen Ländern geringe Steuersätze haben, könnten durch die Strafzölle von Importen finanziell leiden.

Alles spricht zudem für einen weiterhin starken US-Dollar, wodurch der Export teuer scheint, was der US-Wirtschaft ebenfalls Schwierigkeiten bereiten würde. Steigende Zinsen - was in den USA durchaus realistisch ist - verteuern nicht nur Kredite für Immobilien und Konsum, sondern auch die Refinanzierungskosten der amerikanischen Unternehmen. Grundsätzlich könnte ein starker US-Dollar und steigende Zinsen dem Trumpschen Konjunkturfeuer den Sauerstoff entziehen.

Tumps strikte Denkweise „Make America great again“ und „America first“ wird global in gewissen Bereichen negative Auswirkungen haben - und zwar auch für die USA. Es stellt sich also nun die Frage, inwiefern Trump diesen Kurs tatsächlich durchsetzt und bestehende sowie geplante internationale Verträge kündigt. Auch die Frage, ob er Strafzölle für ausländische Produkte einführt, ist ein signifikanter und ausschlaggebender Punkt. Wir persönlich halten von derartigen Strafzöllen nichts.

Aber…

Trump polarisiert bei weitem nicht mehr so stark wie er es während des Wahlkampfes tat und rudert in einigen Bereichen deutlich zurück. Trumps mittlerweile sanfterer Tonfall bestärkt bei vielen die Hoffnung, dass das neue US-Staatsoberhaupt wohl vielleicht doch ein eher pragmatischer Präsident sein wird.

Trump-Fazit

Wohin wird die Reise mit Trump gehen? Für eine Antwort ist es definitiv noch zu früh. Fakt ist, dass seine engen Vertrauten überwiegend Unternehmer und ehemalige (Investment-)Banker sind. Sie zieht er zu Rat. Geht man nach gesundem Menschenverstand, so sollte ein solcher Personenkreis der Wirtschaft gut tun, jedoch fehlt vor allem beim US-Präsident Trump die politische Erfahrung. Allerdings will - und das lässt sich aus seinen vielen Aussagen klar erkennen - das neue Staatsoberhaupt ausschließlich für die USA wirtschaftliche Vorteile kreieren, ohne dabei große Rücksicht auf den Rest der Welt zu nehmen.

2017 könnte das Jahr der vereinigten Staaten werden. Die Betonung liegt auf könnte. Zu Schwankungen an den Märkten wird Trumps Handeln mit hoher Wahrscheinlichkeit führen, schließlich ist die USA nach wie vor die einflussreichste Wirtschaftsmacht der Erde. 

Dieses Jahr wird so oder so ein Jahr, welches stark von den Amerikanern abhängt. Allerdings nicht alleine von Trump, sondern auch von einigen anderen Faktoren sowie der amerikanischen Notenbank Federal Reserve. Die Auswirkungen werden sich global zeigen, denn heutzutage hängen die meisten Märkte durch international agierende Unternehmen eng verflechtet zusammen.

Zusammenfassend sollten wir uns vor Augen halten, dass politische Börsen kurze Beine haben. Diversen Aussagen von Politikern wird an den Kapitalmärkten kurzfristig Beachtung geschenkt, worauf die Kurse steigen oder fallen. Mittel- bis langfristig wirken sich ihre Aussagen jedoch kaum auf die Börsen aus. Es zählt eigentlich nur eines, nämlich die tatsächlichen Taten der hochrangigen Politiker. Zwischen Reden und Tun liegen oft Welten, vor allem in der Politik.

Zu guter Letzt sei noch klargestellt, dass Donald Trump zwar Präsident der größten Volkswirtschaft der Welt sein mag - sein Amt ermächtigt ihn jedoch nicht, die Grundregeln der Ökonomie und Finanzmärkte außer Kraft zu setzen.

Empfehlung für Privatanleger

Empfehlung für Privatanleger: Langfristig wird es, unabhängig von Trump und anderen Politikern, Fortschritt auf unserer Erde geben. Fortschritt bedeutet Wachstum. Wachstum bedeutet - trotz aller Schwankungen - auf lange Sicht steigende Börsen. Privatanleger sollten daher dauerhaft in eine Vielzahl von Aktien finanzstarker Unternehmen und andere Wertpapiere investiert sein. Eine professionelle Vermögensverwaltung, Fonds & ETFs stellen durch ihre breite Kapitalstreuung dafür die beste Möglichkeit für Privatanleger dar.

  


Und was ist mit Europa?

Bei objektiver Betrachtung lässt sich schnell feststellen, dass Europa seit langem nicht gerade rosig dasteht. Mit dem Brexit der Briten wird die EU eines ihrer finanzstärksten Länder verlassen. 

Vor allem in Italien, Spanien und Griechenland läuft es alles andere als rund. Und auch Frankreich kämpft mit großen Problemen. 

Die diesjährigen Wahlen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden haben nicht nur politisch, sondern folglich für die gesamte EU erhebliche Auswirkungen. Vor allem Frankreich steht dabei klar im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, da die dortige Präsidentschaftswahl zum Schicksalsschlag für den Euro und vielleicht sogar für die EU werden könnte. 

Deutschland ist und bleibt Europas Wirtschaftsmacht und wird für die EU wohl noch so einiges auf seinem Buckel tragen müssen. Angemerkt sei jedoch, dass Deutschland nach wie vor vom Euro profitiert.

Doch Europa hat eine Vielzahl von profitablen, international agierenden Konzernen. Diese finanzstarken Unternehmen wird es auch in ferner Zukunft noch geben, völlig unabhängig von der EU.

EZB & Co.

Auf eine Wende des Kurses der EZB dürften wir noch eine längere Zeit warten. Draghi hält wohl unbeirrt an seinem Plan fest und schwemmt die Märkte weiterhin mit Liquidität durch Quantitative Easing (Anleihenkaufprogramm) und Niedrigzinsen. Wir glauben nicht an eine Zinswende im Jahr 2017.

Kommt die Inflation jedoch dieses Jahr zurück und sollten die Banken zunehmend Negativzinsen auf Kontoguthaben sowie weitere Gebühren einführen, dann tut das dem deutschen Sparer weh. 

Der klassische deutsche Sparer ist auf steigende Inflation im Niedrigzinsumfeld denkbar schlecht vorbereitet. Entweder er akzeptiert die Renditeeinbußen sowie die schleichende Enteignung, oder er sieht sich nach Alternativen mit Sachwerten um. Langfristig ist Zweiteres wohl erheblich sinnvoller.

Die EZB hat das monatliche Kaufvolumen von Anleihen insgesamt reduziert, wodurch sich so manche Anleger Hoffnungen auf den Anfang vom Ende der lockeren Geldpolitik und der Niedrigzinsen machen. Diese Einschätzung halten wir, angesichts der Herausforderungen, vor welchen die gesamte Eurozone steht, für voreilig und übertrieben. Draghi hat sich alle Optionen offen gehalten, um nachlegen zu können, wenn es notwendig ist. 

Die Anzahl der deutschen Volkswirte und Bankvertreter, die eine Rückkehr zu einer „normalen Geldpolitik“ fordern, steigt. Jedoch würde die dadurch entstehende Mehrbelastung die hochverschuldeten europäischen Staaten überfordern.

Ein kurzer Exkurs zu den Banken

Die derzeitige Geldpolitik der EZB ist für Banken ein Dilemma, da ihnen die Margen ihres Kerngeschäfts der Kreditvergabe dahingeschmolzen sind. Genau aus diesem Grund müssen sie anderweitig nach Ertragsquellen suchen. Das führt zu mehr Gebühren für die Kunden sowie einer Erhöhung des Risikos bei den eigenen Kapitalanlagen der Banken (denn auch sie versuchen gewinnbringend zu investieren).

 


Fazit: Ob die EZB ihr Ziel mit ihrer Strategie erreicht, bleibt abzuwarten. Es handelt sich um ein riesiges Experiment der Zentralbank, dessen Ausgang ungewiss ist. Unabhängig von diesem Ausgang wird es große internationale Konzerne auch in ferner Zukunft noch geben - und sie werden auch in vielen Jahren noch profitabel sein und die Wirtschaft stützen. 

Wichtig für  Privatanleger ist, nicht ihr gesamtes Kapital auf dem Fest- oder Tagesgeldkonto einer Bank zu horten. Nicht nur aus Renditegründen, sondern vor allem auch aus Gründen des Vermögensschutzes.


Wer dem Euro langfristig nicht zu 100 % vertraut, der sollte darauf bedacht sein, stets eine breite Vermögensstreuung in verschiedene werthaltige Anlageklassen zu haben. Das ist der beste Vermögensschutz vor einer Währung, dessen Zukunft ungewiss ist.

  


Die Inflation ist zurück

Der Spiegel drückte es in einem Finanzartikel kürzlich passend aus:

„So schnell schmolz das Geld der Sparer schon lange nicht mehr. Die Inflation in Deutschland ist im Januar auf 1,9 Prozent gestiegen - so hoch wie zuletzt im Juli 2013. Für Verbraucher heißt das: Das Leben wird teurer. Und Geld verliert kontinuierlich an Wert, weil man sich weniger dafür kaufen kann.“ -Spiegel Online

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Vor allem Öl hat durch die Maßnahmen von OPEC und Co. eine Preissteigerung erlebt, aber auch Nahrungsmittel haben preislich angezogen. Langfristig bedeuten Inflation und Nullzinsen nur eines, nämlich die Kapitalvernichtung der Sparer.

Was Sie dagegen tun können

In den letzten Jahren war die Inflation niedrig. Nun zeigt sie sich wieder. Völlig unabhängig von der Inflationsentwicklung in den nächsten Monaten: Inflation kommt - früher oder später, es ist nur eine Frage der Zeit. Die mit Liquidität überfluteten Märkte lassen mittel- bis langfristig gar nichts anderes zu. 

Lösung: Unternehmensanteile, Immobilien und weitere ertragsstarke Anlageklassen sind, und das beweist die Historie, über längere Anlagezeiträume deutlich ertragreicher als Festzinsanlagen. Sie sind in einer Welt ohne Zinsen schlichtweg notwendig. Anders kann das eigene Vermögen real, nach Abzug der Inflation, nicht erhalten werden. Da es kaum noch Zinsen gibt, ist für Privatanleger ein realer Kapitalzuwachs bereits seit Jahren nur noch durch ertragsstärkere Anlageklassen mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont möglich.

 


  


Was ändert sich 2017 noch?

Mehr Netto in der Tasche

2017 steigt der Grundfreibetrag auf 8.820 €. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren sind es 17.640 €. Erst sobald Ihr zu versteuerndes Einkommen diese Beträge übersteigt, fällt Einkommensteuer an. Durch den höheren Grundfreibetrag sollte bei einigen in Summe etwas mehr netto übrig bleiben.

Anpassung der Renten

Dieses Jahr werden die Renten angepasst. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet mit 1,5 % bis 2 % Rentenerhöhung. Entschieden wird dies im Frühjahr.

Mehr Kindergeld

Auch das Kindergeld wird angehoben. Für das erste und zweite Kind auf 192 €, für das dritte Kind gibt es 198 € und für jedes weitere gibt es 223 €.

Schon wieder: Der Garantiezins bei Kapitallebensversicherungen sinkt. 

Für Kapitallebens- und Rentenversicherungen, die ab dem 01.01.2017 abgeschlossen werden, beträgt der garantierte Zinssatz der Versicherungen nur noch 0,9 %. Kapitallebensversicherungen sind schon lange nicht mehr das gelbe vom Ei, weswegen wir davon bereits seit Jahren ganz klar abraten. Ein nun erreichter Garantiezinssatz von gerade einmal 0,9 % liegt langfristig unter der Inflationsrate - und da wären wir wieder beim Thema schleichende Vermögensvernichtung. Hinzu kommen schließlich auch noch die Kosten für eine solche Versicherung. Alles in allem wohl ein schlechter Deal für Privatanleger - es gibt deutlich bessere Alternativen.


  


Schlusswort

Wir sind für Sie da!

Sollten Sie aktuell Fragen oder Anliegen haben, so rufen wir Sie gerne baldmöglichst an. Nutzen Sie dazu das untenstehende Formular - wir freuen uns auf Sie. 

Senden Sie diesen Artikel doch an einen Freund, Bekannten oder Kollegen, den diese Informationen möglicherweise interessieren könnten.

Alles Gute,

Ihre Berater Hans & Daniel Schex


Sie wünschen einen Rückruf?

Gerne rufen wir Sie baldmöglichst an.


 
Schließen
loading

Video wird geladen...