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SCHEX News Januar 2018

SCHEX News Januar 2018 (19.01.2018)


Jahresrückblick: Die Märkte 2017

Im vergangenen Jahr hatten Investoren Grund zur Freude. Vor allem Aktienmärkte legten zu, was durch gute Konjunktur- und Unternehmensdaten begründet war. Politische Risiken hingegen waren dabei kein Hindernis. Ausnahmslos alle unsere Portfolios schnitten 2017 positiv ab.

2017 war durch politische Ereignisse geprägt. Allem voran sind der Brexit und Donald J. Trump zu nennen. Aber auch eine Vielzahl anderer politischer Ereignisse, wie die drohende Abspaltung von Katalonien oder die Ereignisse in Italien, wo marode Banken entgegen EU-Recht mit Steuergeldern gerettet werden. Auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich hielt Anleger in Atem, denn Marine Le Pen wäre alles andere als gut für Europa und den Euro gewesen. Der Wahlsieg von Emmanuel Macron ging somit, aus Sicht der EU, nochmal gut aus. Zu guter Letzt ist Nordkorea ein Stichwort für einen politischen Krisenherd.

Obwohl sich einige Ereignisse nach erster Einschätzung von allerhand Experten negativ auswirken hätten sollen, hat sich das Börsenjahr 2017 positiv entwickelt.

Im vergangenen Jahr stieg der MSCI-Welt-Aktienindex, in Euro gerechnet, um ca. 7,5%.
Mittlerweile lassen sich viele überbewertete Aktien an den Märkten finden. Vor allem im US-Technologiesektor sind viele Unternehmen bereits sportlich bewertet. Das derzeit robuste Wachstum sowie die gesunde US-Wirtschaft sollte sich jedoch positiv auf die kommenden Monate auswirken.

Wirtschaftlich lief es für Unternehmen weltweit insgesamt sehr gut. Die Geschäftszahlen sind positiv und die großen Industrieländer, als auch die Schwellenländer, weisen Wachstum auf. Da von dieser Entwicklung die Mehrzahl der Unternehmen profitieren konnten, erfreuten sich investierte Anleger steigender Gewinne sowie damit einhergehender höherer Dividenden.

 

Schwacher US-Dollar 

Der US-Dollar jedoch relativiert so manches Wachstum ein wenig, denn er hat stark nachgelassen. Steigen beispielsweise Aktienkurse von US-Unternehmen, welche in Dollar notiert sind und fällt zeitgleich die US-amerikanische Währung, so schmälert sich der tatsächliche Gewinn für "in Euro denkende Anleger".

Quelle: Netfonds; Zeitraum: Dezember 2012 - Dezember 2017

Bis zum Jahresende 2017 fiel der Dollar um rund 14%, umgekehrt stieg der Euro demgegenüber auf rund 1,20. Das wirkte sich natürlich renditeschmälernd auf ein global gestreutes Anlageportfolio aus. Währungsschwankungen können zwar kurzfristig größeren Einfluss auf die Entwicklung eines global diversifizierten Portfolios haben - positiv wie negativ - jedoch gleichen sich diese Entwicklungen langfristig wieder an.

 

Rohstoffe ebenfalls positiv 

Rohstoffe lieferten letztes Jahr ebenfalls gute Ergebnisse. Beispielsweise legten die Kurse bei Erdöl, auf das Gesamtjahr betrachtet, deutlich zu. Trotz periodenweiser Schwankungen konnte sich der Ölpreis bei über 60 US-Dollar zum Jahresende stabilisieren. Dabei waren die Bemühungen der OPEC-Staaten und der abfallende Angebotsüberhang die ausschlaggebenden Gründe dafür.

 

Weitere Wertentwicklungen der letzten 5 Jahre (2012 - 2017)

DAX 30

Quelle: Netfonds

 

Euro Stoxx 50

 

Quelle: Netfonds

 

S&P 500

Quelle: Netfonds

 

Gold

 

Quelle: Netfonds

 

Erdöl

 

Quelle: Netfonds


 

Und die Zentralbanken?

USA: Federal Reserve

Die US-Notenbank setzte 2017 Zinserhöhungen um und kündigte weitere für dieses Jahr an. Außerdem verkündete die Fed, dass sie ihre durch Anleihenkäufe aufgeblähte Bilanz zurückfahre. Nichts von dem führte zu einem Ausverkauf des US-Anleihenmarktes. Die Fed zeigte durch ihre ständigen Ankündigungen der Zinsanhebungen, wie bis dato eine schrittweise Normalisierung des Zinsniveaus ohne negative Einflüsse auf die Kapitalmärkte funktionieren kann.

Europa: EZB

Die EZB hielt 2017 an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Jedoch verkündete sie, 2018 die Anleihenkäufe halbieren zu wollen und mittelfristig aus der ultralockeren Geldpolitik aussteigen zu wollen. Auch diese Ankündigung beeinflusste die Anleihenmärkte nicht negativ.

Eine Zinserhöhung durch die EZB ist dieses Jahr jedoch nicht zu erwarten. Dafür ist es wohl noch zu früh, im Jahr 2019 könnte es jedoch soweit sein.

Auch die japanische Notenbank gab bekannt, einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, hin zu einer gesunden Normalisierung, in Angriff nehmen zu wollen.

Fazit: Federal Reserve als auch EZB taten, was die Märkte von ihnen erwartet hatten. Trotz dieser Umkehr der Notenbanken kann von einer restriktiven Geldpolitik definitiv nicht die Rede sein. Es ist eher eine Abkehr von einer ultralockeren zu einer lockeren Geldpolitik. Ziel dabei ist es, die Kapitalmärkte damit nicht zu erschüttern.

 

Ausblick 2018

Wohin steuern die Märkte in diesem Jahr? Der Anleihenmarkt war 2017 durch sein Niedrigzinsumfeld schwierig und bleibt dies auch in 2018. Hierbei sind mehr denn je sorgfältig ausgewählte, global agierende Anleihenfonds wichtig, die eine hohe Flexibilität aufweisen und antizyklisch Kaufgelegenheiten nutzen können. Vor allem bei Zinserhöhungen sind kurze Restlaufzeiten der Anleihen für die Risikoreduktion entscheidend.

Auf der fundamentalen Bewertungsseite spricht aktuell am Aktienmarkt nichts für eine Blase, wodurch positive Erwartungen an das Jahr 2018 durchaus angebracht sind. Die robuste globale Konjunktur lässt, in Verbindung mit relativ niedrigen Zinsen, Aktien weiterhin attraktiv erscheinen.

Trotz der insgesamt positiven Aussichten wird auch dieses Jahr viele Herausforderungen mit sich bringen. Der Nordkorea-Konflikt und die Wahlen in Italien, konjunkturelle Risiken oder aber auch die realökonomischen Auswirkungen der expansiven Geldpolitik - all dies gilt es dieses Jahr zu meistern. Das dies gelingen kann, ist durchaus realistisch. Beispielhaft zeigte sich beim Brexit, dass sich Börsen von politischen Ereignissen abkoppeln können.

2017 war ein gutes Jahr für unsere Klienten und deren Portfolios. Wir freuen uns, Ihnen interessante und individuell zusammengestellte Portfolios in der Niedrigzinsphase anbieten zu können und sind stets darauf bedacht, auch weiterhin positive Renditen zu erwirtschaften.

 

Nächste Ausgabe von SCHEX News

Bei Kryptowährungen war 2017 ein extremer Hype zu beobachten. BitCoin & Co. sind in aller Munde, weswegen unsere kommende Newsletterausgabe dieses Thema genauer beleuchten wird und dabei Chancen sowie Risiken aufzeigen soll.

 


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