SCHEX Vermögens- & Ruhestandsplanung GmbH

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SCHEX News Januar 2020

SCHEX News Januar 2020 (14.01.2020)


So gut lief 2019 für Anleger


1) Entwicklung der Märkte und Portfolios in 2019

2018 war für Anleger weltweit kein gutes Jahr, 2019 hätte dafür besser nicht laufen können. Es beweist sich wie so oft, dass nur langfristige Investoren für ihr Durchhaltevermögen in Zeiten starker Kursschwankungen belohnt werden.

Alle Portfolios unserer Mandanten konnten 2019 sehr positive Entwicklungen verzeichnen. So erzielten die verschiedenen offensiven Portfolios ein Plus in Höhe von 25,04% bis 29,30%. Die dynamischen Portfolios schafften zwischen 19,37% und 20,33%. Unsere ausgewogenen Anlagestrategien zwischen 11,14% und 15,62% und sogar unsere defensiven Portfolios verzeichneten ein Plus von mindestens 3,50% bis zu 10,91%.

Somit können sich alle Anleger über äußerst positive Entwicklungen erfreuen, unabhängig vom gewählten Chancen-Risiko-Verhältnis ihrer Anlagestrategie.

Der DAX legte 25,3% zu, der europäischer Aktienindex Euro Stoxx 50 schaffte 24,8% und der amerikanische S&P 500 erzielte ein Plus von 28,9%. Gold verzeichnete einen Preisanstieg von rund 19%. Und das trotz der ständigen Diskussionen über Handelskrieg zwischen den USA und China, dem BREXIT in Europa und vieler weiterer Krisenherde weltweit. Die untenstehenden Charts zeigen die Entwicklungen von 2014 bis 2019.

Ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis darzustellen aus den weltweiten Aktienmärkten und einer gesunden Beimischung von Anleihen sowie weiteren Wertpapieren und Sachwerten, hat sich wie so oft in der Geschichte bezahlt gemacht.


Charts zur Entwicklung verschiedener Märkte (klicken)

DAX (Deutscher Aktienindex)

 

Quelle: Netfonds

 

Euro Stoxx 50 (Europäischer Aktienindex)

 

Quelle: Netfonds

 

S&P 500 (Amerikanischer Aktienindex)

 

Quelle: Netfonds

 

Gold

 

Goldpreis in US-Dollar
Quelle: Netfonds

 


 

 


2) Eigenheim? Kaufen oder mieten in 2020?

Die Wohneigentumsquote stagniert seit 2010 bei ca. 45% der Haushalte (Quelle: IW Köln). Somit wohnen 55% der Haushalte in Miete.

Die Finanzierungskosten sind durch das von der EZB geschaffene Niedrigzinsumfeld so günstig wie noch nie. Finanzierungskosten sind das eine, aber wie sieht es mit den Immobilienpreisen aus?

Anzeichen für eine Überhitzung am Immobilienmarkt sind, aus historischer Sicht, wenn sich Kaufpreise von Mietpreisen entkoppeln. Und genau das konnte man in vielen Teilen Deutschlands beobachten. Die Kaufpreise sind in den meisten Regionen durch die Decke geschossen.

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In vielen Fällen haben die Anstiege der Kaufpreise die absinkenden Finanzierungskosten überkompensiert. Als Beispiel sei dabei München angeführt: Zwischen Frühjahr 2008 und Frühjahr 2018 sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen (Bestand) kumuliert um 140% gestiegen. Das Mietpreisniveau bei Bestandswohnungen hingegen ist "nur" um 43% gestiegen. Auch wenn die Mietpreise deutlich angezogen sind, haben sich die Kaufpreise völlig überproportional entwickelt.

Der UBS Global Real Estate Bubble Index 2019 deutet ebenso auf ein Blasenbildungsrisiko bzw. eine erhebliche Überbewertung an den Immobilienmärkten vieler Metropolen hin. Der Bericht der schweizer Bank UBS analysiert Preise von Wohnimmobilien in 24 Metropolen über den Globus. Der Real Estate Bubble Index 2019 zeigt München weltweit auf Platz 1 und Frankfurt am Main auf Platz 5 der Städte mit der höchsten Blasengefahr im Immobiliensektor. Dem Bericht nach befinden sich auch Toronto, Hongkong, Amsterdam, Vancouver und Paris in der Blasenzone.

Rein statistisch gesehen sind Immobilienbesitzer gegenüber Mietern in Deutschland vermögender. Die Gründe dafür sind jedoch meist nicht, dass das Eigenheim eine finanziell besonders lohnende Investition ist, sondern weil eine Immobilienfinanzierung eine sehr hohe Zwangsdisziplinierung im Sparverhalten zufolge hat. Nichts diszipliniert deutsche Sparer mehr zu sparen, als die von der Bank abgebuchte Finanzierungsrate. Weitere Gründe für die Anschaffung eines Eigenheims ist die Befeuerung vom Traum der eigenen vier Wände der "Eigenheim-Industrie" in Deutschland. Gesellschaftlich wird das Thema meist sehr positiv betrachtet und Eigenheimbesitzer genießen ein gewisses Ansehen gegenüber Freunden, Kollegen und Bekannten, was rein psychologisch durch unsere Emotionen in uns verankert ist. Das Eigenheim ist daher oftmals viel mehr eine Lebensstil-Entscheidung, als eine finanziell lohnende.

 

Vermögensbildung von Eigenheimfinanzierern: Fallstricke und Lösungen

Die Anschaffung eines Eigenheims stellt i.d.R. die größte Investition im Leben der mittleren Bevölkerungsschicht dar. Dadurch entsteht eine sehr einseitige Vermögensaufteilung, da nahezu alles in die eigenen vier Wände investiert wird. Folglich ergibt sich ein Klumpenrisiko - als Anlageklasse sowie auch geographisch. Und durch den meist engen finanziellen Spielraum durch die hohen monatlichen Zins- & Tilgungsraten sollten künftige Eigenheimfinanzierer im Voraus planen, um den Gürtel nicht zu eng schnallen zu müssen. Auch wie das Thema Altersvorsorge dann strukturiert wird, sollte im Voraus detailliert geplant werden. Eines ist nämlich klar: Ist der Eigenheimbesitzer alt, ist es sein Haus auch. Und die "Pflegeversicherung" für das Haus ist die Rente bzw. das Ruhestandsvermögen des Eigenheimbesitzers. In die langfristige Finanzplanung sollte neben der Immobilienfinanzierung somit zwingend der Baustein für die Altersvorsorge einberechnet werden, damit es im wohlverdienten Ruhestand kein böses Erwachen gibt.

Fazit: Die Zahlen zeigen, dass die Immobilienpreise in vielen Regionen derzeit überteuert sind. Ob rechnerisch mieten oder kaufen zu bevorzugen ist, kann nur bei einem konkreten Immobilienobjekt und dessen Finanzierung beurteilt werden. Zudem hängt dies von einer Vielzahl zukünftiger Entwicklungen ab, wie u.a. der Entwicklung von Mietpreisen, Kaufpreisen sowie den Renditen am Kapitalmarkt und schließlich dem eigenen Sparverhalten.

In erster Linie ist die Entscheidung zwischen kaufen oder mieten eine Lebensstil-Entscheidung!

Wir legen allen, die sich überlegen den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen, das Buch ›Kaufen oder Mieten?‹ von Gerd Kommer wärmstens ans Herz. Das Buch verhilft Lesern zu einer rationalen Sichtweise und gibt wertvolle Tipps.

 


 

 


3) Gold als Investment sinnvoll?

2019 legte Gold um ca. 19% zu und konnte letztes Jahr eine äußerst positive Entwicklung verzeichnen.

Gold ist jedoch in erster Linie kein Renditebringer, sondern nur als Diversifikationsinstrument sinnvoll, um das eigene Kapital breiter zu streuen. Für eine schwerwiegende Finanzkrise könnte dies das Portfolio etwas stabilisieren.

Langfristig wirft Gold deutlich weniger Rendite ab als Aktien, und das ist auch logisch nachvollziehbar. Gold ist ein seltenes, physisches Edelmetall und wird seit Jahrtausenden als Tausch- & Zahlungsmittel anerkannt, wodurch es als sicherer Hafen in den Köpfen der Bevölkerung gilt. Gold ist jedoch kein Produktivkapital, weshalb hohe Wertsteigerungen nur kurzfristig realistisch sind, jedoch langfristig nicht. Nach starken Preisanstiegen können auch deutliche Kursrutsche folgen. Unternehmen stellen Produkte und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs her und verkaufen diese, weshalb sie als Produktivkapital gelten. Aktionäre können daran Anteil haben. Gold hat diese Eigenschaft nicht und muss, sofern es physisch sein soll, auch noch irgendwo sicher gelagert werden.

Bilden Sie sich mit den folgenden Zahlen, Daten und Fakten Ihre eigene, rationale Meinung und lesen Sie unser Fazit wozu Gold für Anleger nützlich ist.

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Entwicklung des Goldpreises 2014 - 2019

Quelle: Netfonds

 

Wie steht es um die langfristigen Renditen von Gold?

Betrachtet man die nackten Zahlen, so haben Anleger, die die letzten Jahrzehnte überwiegend in Gold investiert haben, hohe Opportunitätskosten (also entgangene Gewinne gegenüber Aktien etc.) hinnehmen müssen.  

Bei den folgenden Angaben handelt es sich um inflationsbereinigte jährliche Renditen, also den realen Renditen nach Abzug der Inflation. Dabei werden zwei Zeiträume betrachtet, weil aufgrund diverser Hintergründe wie dem früheren Gold-Standard, dem Verbot von Goldbesitz im Krieg etc. die Zahlen für Gold eigentlich erst ab 1980 wirklich representativ sind. Zuvor konnte Gold am Markt nicht frei schwanken, dennoch sind beide Zeiträume aufgelistet um auch den extrem langfristigen Zeithorizont zu zeigen.

Zeitraum Gold langfr. Staatsanleihen weltweit Wohnimmobilien weltweit Aktien weltweit 
1900 - 2018 0,6% 1,9% 2,4% 5,0%
1980 - 2018 -0,7% 5,6% n.v. 6,4%

Quelle: Dimson, Marsh, Staunton (2018/2019), MSCI; Standard & Poor’s; Bundesbank; World Gold Council; David S. Jacks; Wohnimmobilien: DMS-Daten ergänzt gemäß Kommer/Schweizer 2018 (ohne Leverage). 

Hinsichtlich Rendite-Risiko-Verhältnis stellt Gold historisch gesehen also eine unattraktive Anlageklasse dar. Daher sollte in keinem Fall Gold als eines der Hauptinvestitionen eines Anlegers in Betracht gezogen werden.

 

Was ist der faire Wert von Gold?

Ob der derzeitige Goldpreis fair, zu hoch oder zu niedrig ist lässt sich nicht sagen. Aktien, Anleihen sowie Immobilien erzeugen Cash Flows, also Zahlungsströme für den Eigentümer. Sei es in Form von Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen usw. Dadurch kann ein heutiger fairer Wert ermittelt werden.

Gold tut das nicht, weshalb es in der Theorie keinen intrinsischen Wert bzw. fundamentalen Barwert hat.

Bei Aktien, Anleihen sowie Immobilien lassen auch Kennzahlen eine etwaige Einschätzung zu, ob eine Über- oder Unterbewertung herrscht. Bei Gold existiert auch dies nicht, zumindest nicht in einer Art und Weise, die in der Branche weitreichend anerkannt wäre.

 

 

Gold hat Vor- und Nachteile, welche wohlüberlegt abgewägt werden müssen.

Extrem langfristige Anleger können theoretisch auf Gold verzichten, da bei Betrachtung aller Fakten für viele wohl die Nachteile überwiegen. Wer sein Kapital jedoch über verschiedene Anlageklassen hinweg breiter diversifizieren will, kann durchaus einen geringen Goldanteil im Portfolio haben. Nicht aus Renditechance, rein aus Diversifikationsgründen.

Sofern Privatanleger an einem Goldinvestment interessiert sind, stellt sich die bedeutende Frage, wie hoch der Anteil von Gold am gesamten Portfolio sein soll. Entscheidend ist nämlich die Asset Allocation (Vermögensaufteilung) des Anlegerportfolios im Ganzen. Anleger sollten sich dabei also überlegen, wie hoch ihr Portfolioanteil in Aktien, Anleihen, Immobilien sowie anderen alternativen Investments und Gold sein soll. Nach diesem "Top-Down-Ansatz" kann dann der zu investierende Betrag in Edelmetalle festgesetzt werden.

 

Fazit - Gold nur als Absicherung: Letztendlich ist Gold wie eine Feuerversicherung. Man hat sie, hofft jedoch, dass man sie niemals brauchen wird, denn niemand möchte sein Haus abbrennen sehen. Eine Feuerversicherung kostet eine Versicherungsprämie, und Gold kostet langfristig einen Teil Renditeverzicht im Vergleich zu Aktien. Eine gewisse Absicherung für stürmische Zeiten (d.h. eine Finanzkrise) zu schaffen macht sinn, jedoch maximal 5% - 10% des Gesamtvermögens sollten langfristig in Edelmetalle wie Gold investiert sein.

 


 

 


4) Unverändertes Zinsumfeld

Die EZB hält an ihrer Politik fest und das Nullzinsumfeld wird uns aller Voraussicht nach auch weiterhin begleiten. Investitionen in sinnvolle Sachwerte sind und bleiben somit alternativlos. Aktien und andere Wertpapiere spielen in einem diversifizierten Portfolio eine wichtige Rolle für die Rendite. Trotz zwischenzeitlich stärkeren Kursschwankungen langfristig investiert zu bleiben ist der Schlüssel zum Erfolg für Privatanleger.


Haben Sie Fragen?
Melden Sie sich bei uns telefonisch oder per E-Mail. Gerne können wir Ihre aktuellen Anliegen persönlich besprechen. Wir freuen uns auf Sie!

Alles Gute

Ihre Berater Hans und Daniel Schex


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