Newsletter Januar 2022

Rückblick 2021: Entwicklung der Märkte & Portfolios

Das letzte Jahr war erfreulich für Anleger. Insgesamt liegt der deutsche Aktienindex DAX 40 in 2021 bei +15,79%, der europäische Aktienindex EURO STOXX 50 bei +23,34%  und der amerikanische Aktienindex S&P 500 bei +37,89%.
(Anmerkung: Um die Vergleichbarkeit der Performance sicherzustellen, wurde jeweils die Performance- bzw. Total-Return-Version herangezogen.)

Folgend können Sie sich die Kursverläufe der letzten 5 Jahre ansehen:

DAX 40 (Deutscher Aktienindex)

Quelle: Netfonds

EURO STOXX 50 (Europäischer Aktienindex)

Quelle: Netfonds

S&P 500 (Amerikanischer Aktienindex)

Quelle: Netfonds

Gold

Quelle: Netfonds


Die Portfolios unserer Mandanten verzeichneten 2021 ein deutliches Plus

Dabei verzeichneten die verschiedenen Anlagestrategien in 2021 ein Plus von je:

Offensive Portfolios: 19,73% bis zu 31,30%,

Dynamische Portfolios: 12,62% bis zu 22,88%

Ausgewogene Portfolios: 7,51% bis zu 16,74%

Defensive Portfolios: 2,40% bis zu 10,80%

Wir freuen uns für unsere Klienten über dieses positive Ergebnis trotz Corona.

Zur Erinnerung die Renditen für das Jahr 2020: Die offensiven Anlagestrategien verzeichneten ein Plus von bis zu 10,28%, die dynamischen Portfolios bis zu 8,22%, ausgewogene Portfolios bis zu 7,29% und defensive Portfolios bis zu 6,53%. Und das trotz des Corona-Schocks in 2020.

Die Renditen der Mandanten innerhalb der o.g. Anlagestrategien differieren durch anlegerindividuelle Gewichtungen von Aktiv/Passiv, Value/Growth, Small/Mid/Large Cap und Portfoliokonzentration.


Wenn die Inflation zuschlägt

Auch 2021 bestimmte Corona unser Leben zu großen Teilen. Zudem zählen globale Lieferengpässe und steigende Preise zu den großen Themen 2021 und begleiten uns in das neue Jahr.

Vor allem die Inflation ist 2021 massiv gestiegen, und für Privatanleger ist es extrem wichtig, sich bestmöglich davor zu schützen. Deutschland verzeichnete im letzten Jahr Preissteigerungen von 5,3% (Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2020). Die Inflationsrate in den USA ist sogar auf 7% gestiegen. Dies zieht für 2022 Zinserhöhungen in den USA nach sich, auch in Europa sind Zinserhöhungen nicht auszuschließen. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass die Zinsen nur in geringem Maße im Vergleich zur Inflation steigen. Die heutzutage hochverschuldeten Staaten können sich hohe Zinsen schlichtweg nicht leisten. Eine Absenkung der Staatsschuldenniveaus ist unrealistisch, da die Staatshaushalte unter anderem durch eine stetig alternde Bevölkerung (Stichwort demographischer Wandel) und die notwendige Bekämpfung des Klimawandels zunehmend belastet werden. Insgesamt sollten die Zinsen daher auf einem relativ niedrigen Niveau bleiben. In anderen Worten: Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Inflationsraten deutlich über den Zinssteigerungen liegen. Jahrelang waren die Inflationsraten niedrig, das hat sich 2021 geändert. Ob die Inflationsraten nachhaltig hoch bleiben oder bald wieder abflachen, ist völlig offen.

Für Häuslebauer und Immobilieninvestments sind niedrige Zinsen gut, solange die zu erwerbende Immobilie nicht überteuert ist – aber dies steht auf einem anderen Blatt. Auch für Unternehmen sind niedrige Zinsen natürlich gut, da sie sich günstig refinanzieren können, was im Umkehrschluss wiederrum gut für die Aktionäre ist.

 

„Sparbuchsparer“ werden langfristig unvermeidbar zu den Verlierern gehören

Für „Sparbuchsparer“ sind die niedrigen Zinsen zusammen mit der hohen Inflation nichts anderes als Vermögensvernichtung.

Hier ein Beispiel, was eine Inflationsrate von 2,25% p.a. langfristig für unverzinstes Vermögen von 100.000 € hinsichtlich seiner Kaufkraft anrichtet: 

Das bedeutet, dass die Kaufkraft von 100.000 EUR in 30 Jahren gerade einmal die Hälfte von heute beträgt. Der Sparer hat nach wie vor 100.000 EUR, kann sich durch die steigenden Preise jedoch nur noch die Hälfte davon leisten als heute.

Liegt die Inflationsrate beispielsweise bei 3% und das Kapital ist zu einem Zinssatz von 0,75% (netto nach Steuer) angelegt, ergibt sich derselbe reale Kaufkraftverlust von 2,25% (3% Infaltion - 0,75% Zins = 2,25% Kaufkrafverlust).

Es ist wie beim Rauchen. Wer eine Zigarette raucht, wird davon nicht krank - das ist gleichzusetzen mit einem Jahr Inflation. Wer aber 30 Jahre lang raucht, wird davon ggf. krank - das ist gleichzusetzen mit 30 Jahren Inflation bei gleichzeitig schlecht angelegtem Kapital. 

Inflation ist Gift für jenes Kapital, welches auf Girokonten und Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten liegt.

Das Gegengift? Diversifiziert investieren. Verschiedene Sachwerte bieten einen gewissen Inflationsschutz und darüber hinaus kann ein Vermögenszuwachs generiert werden. Anleger sollten lediglich so viel Geld auf ihren Bankkonten haben, wie sie kurz- bis mittelfristig wirklich benötigen. Langfristig sollten sie den Großteil ihres Kapitals sinnvoll investieren. Dafür stehen verschiedene Anlageklassen zur Auswahl. 

Am wichtigsten ist, investiert zu sein und nicht an der Seitenlinie zu stehen und auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu warten, denn dadurch verpassen die meisten Deutschen Jahr für Jahr erneut positive Renditen.

 

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