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SCHEX News März 2020

SCHEX News März 2020 (01.03.2020)


Wie hoch sollte meine Aktienquote sein?

Immer wieder stellen sich Anleger die Frage, wie sie Ihre einzelnen Anlageklassen gewichten sollen. Am häufigsten kommt dabei die Aktienquote zur Sprache, weil sie zum einen maßgebend für die Rendite ist und zum anderen die größte Volatilität (Schwankungsrisiko) mit sich bringt. Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben.

Wenn wir über Aktienquote sprechen, meinen wir damit selbstverständlich stets ein breit diversifiziertes Aktienportfolio.

 

Bezüglich der Aktienquote stellen sich zwei Fragen:

1. Wie lange ist die Anlagedauer (je länger, desto höher kann die Aktienquote sein)

2. Wie ist die persönliche Anlegermentalität (d.h. können größere Kursschwankungen verkraftet werden)

Frage 1 sollte sich nach reiflicher Überlegung gut beantworten lassen, denn geht es um die Altersvorsorge, kann die Aktienquote entsprechend höher sein (sofern der Ruhestandsbeginn noch weit entfernt ist).

Für Frage 2 sollten Sie sich selbst fragen: Was ist, wenn wir theoretisch in naher Zukunft eine schwerwiegende Finanzkrise hätten (wie z.B. 2008), in der die Kurse an den Aktienmärkten durchaus bis zu 50% abrutschen können? Wenn Sie das Geld in naher Zukunft brauchen, wäre das eine Katastrophe, nicht wahr? Wenn Sie das Geld aber erst in ferner Zukunft benötigen, können Sie sich selbst bei Finanzkrisen zurücklehnen, denn langfristig werden positive Renditen eingefahren und die Märkte erholen sich selbst von schweren Krisen. Das zeigen historische Daten.

Frage 2 zielt hauptsächlich darauf ab: Könnten Sie während einer Finanzkrise ruhig schlafen und mit Ihrem Geld weiterhin investiert bleiben? Das ist das A und O.

 

Für Anleger, die Schwankungen aushalten können(!), könnte folgende Faustregel für Anlagezeitraum und Aktienquote helfen:

< 4 Jahre: Keine Aktien

4 - 6 Jahre: 20 - 40% Aktienquote

7 - 9 Jahre: 40 - 60% Aktienquote

10 - 15 Jahre: 60 - 80% Aktienquote

> 15 Jahre: 80 - 100% Aktienquote

Anleger, die sehr risikosensibel sind, sollten obige Angaben nach individuellem Ermessen reduzieren. Deutlich risikoaffinere Anleger können dementsprechend auch eine höhere Aktienquote nutzen.

Nach Ermittlung der persönlichen Aktienquote sollte der verbleibende Anteil dann in defensivere Anlageklassen investiert werden.

Welche Aktienquote ist die richtige? Es gibt hier kein "besseres" oder "schlechteres" Konzept. Alle Varianten sind gut - es geht nur um die Präferenz mehr Renditechance oder geringeres Schwankungsrisiko. Langfristig wird sehr wahrscheinlich das Konzept mit der höheren Aktienquote auch die höheren Renditen einfahren. Mittelfristig müssen dafür höhere Kursschwankungen in Kauf genommen werden. Wenn Sie bei Ihren Überlegungen unschlüssig sind, stellt sich oft die goldene Mitte als gute Entscheidung heraus. 

Überlegen Sie sich die genannten Punkte rational und wägen Sie ab, hören Sie aber auch auf Ihr Bauchgefühl, mit welchem Konzept Sie sich langfristig wohl fühlen und noch ruhig schlafen können.

Natürlich sind diese Angaben mehr Faustregeln als individuelle Empfehlungen. Der Anteil an Aktien, Anleihen, Gold, Immobilien und weiteren alternativen Anlageklassen muss individuell ermittelt werden. Die persönliche Chancen-Risiko-Neigung, Anlagedauer und finanziellen Ziele sind entscheidend für die individuelle Portfoliostruktur.

 


Erstellung einer individuellen & zielgerichteten Anlagestrategie

Die Erstellung einer maßgeschneiderten Anlagestrategie erfolgt in mehreren Schritten. Ein Pauschalkonzept gibt es dafür nicht, denn so individuell unsere Kunden und ihre finanziellen Ziele sind, so individuell sind auch die Anlagestrategien.

I. Analyse
1) Analyse der IST-Situation: Finanzielle Situation, Anlegermentalität und Risikobereitschaft, Fundamentale Analyse bestehender Kapitalanlagen

2) Analyse der Ziele: Finanzielle Ziele und entsprechende Anlagedauer


II. Erstellung eines maßgeschneiderten Finanzplans

1) Finanzplanung ausgehend von der IST-Situation bis zur Erreichung kurz-, mittel- und langfristiger Ziele

2) Ermittlung von Anlagebetrag, Sparplanhöhe und der individuell notwendigen Rendite zur Zielerreichung

 

III. Top-Down-Ansatz zur Erstellung von Anlagestrategie und Asset Allocation (Vermögensaufteilung)

1) Grundsatzentscheidung Nr. 1: Defensive, ausgewogene, dynamische oder offensive Anlagestrategie

2) Grundsatzentscheidung Nr. 2: Aktive und/oder passive Anlagestrategien

3) Auswahl der Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle, weitere alternative Investments)

4) Wie viel soll z.B. in Aktien USA, Europa, Emerging Markets angelegt werden? Welche Unternehmensgrößen werden bevorzugt (Large-, Mid-, Small-Cap), werden Renditetreiber oder stabilere Werte bevorzugt oder ein gesunder Mix daraus?

5) Auswahl der passenden Fonds, welche zuvor einer tiefgehenden quantitativen und qualitativen Analyse unterzogen wurden

 

IV. Umsetzung
In einem finalen Gespräch zwischen Berater und Anleger geht es um den Finanzplan sowie die Anlagestrategie, es werden ggf. noch Anpassungen für den Feinschliff vorgenommen und anschließend erfolgt die Umsetzung in die Praxis.

 

V. Laufende Kontrolle und Optimierung der ausgewählten Investments
Risiko, Performance und Einhaltung der gewählten Strategie werden laufend von uns überwacht. Der Anleger erhält regelmäßige Reports und kann die Entwicklung seines Portfolios online jederzeit einsehen. Wir kümmern uns zudem um die automatisierte Anpassung des Anlageverhältnisses in Aktien, Anleihen & anderer gewählter Anlageklassen durch sogenanntes Re-Balancing. Dadurch stellen wir sicher, dass die Strategie langfristig zum Kunden passt und laufend optimiert wird.


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