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SCHEX News Oktober 2016

Allmächtig scheinen die Notenbanken (28.10.2016)

SCHEX News Oktober 2016

Die Macht von EZB, Fed & Co.

Mit einem Knopfdruck erschaffen sie Geld, nach dem Motto: "Es werde Geld".
Dass sich an der aggressiven Notenbankpolitik bald etwas ändert, ist unseres Erachtens wenig wahrscheinlich. Vorreiter in Sachen finanzielle Repression ist die Bank of Japan. Diese zementiert die Zinsen für zehnjährige Anleihen bei null Prozent und ist bereit eine Inflation von mehr als zwei Prozent zu tolerieren, bevor sie auf die Bremse treten. Das offizielle Ziel der japanischen Geldpolitik ist so die Entwertung der Ersparnisse. Quasi ein „Bankraub“ der Zentralbank beim Anleger.

 

Weltweit rentieren heute Anleihen im Volumen von rund 15.600 Milliarden Euro im negativen Bereich.

Investoren wie klassische Versicherungen und auch der einfache Sparer, der sein Geld auf Sparbuch, Festgeld und klassische Lebens- und Rentenversicherungen anlegt wird somit der zukünftigen Erträge „beraubt“.

Wer so spart, verliert.

Negative Zinsen sind ein Ausdruck von Verrücktheit. Sie stellen die Zeitpräferenz (lieber das Geld heute als morgen) auf den Kopf und widersprechen dem gesunden Menschenverstand. Negative Zinsen sind ein Novum in der Menschheitsgeschichte. Seit es schriftliche Überlieferungen gibt (seit rund 5.000 Jahren), war der Zins niemals negativ.

Die geldpolitischen Kurse der Notenbanken stoßen bei vielen Investmentprofis auf harsche Kritik. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen:  So sind die Aktivitäten der Schweizer Nationalbank (SNB) sehr interessant.

 

Schweizer Nationalbank (SNB) kauft in großem Stil Aktien von namhaften Konzernen

Von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, kauft die SNB in großem Stil seit einigen Monaten Aktien namhafter Konzerne.  Wir können dem Handeln der SNB viel Positives abgewinnen: „Reales Eigentum an global führenden, produktiven Aktiengesellschaften ist langfristig eine wesentlich bessere Anlage als nahezu unverzinste Anlageformen in Geldwerte zu besitzen“.

Dabei folgt die SNB im Grunde den Maximen traditioneller Vermögensverwalter, für die Risikostreuung und Werterhalt an oberster Stelle stehen.

Das Börsen-Engagement der SNB hat beträchtliche Ausmaße erreicht. Per 30. Juni 2016 betrug der Aktienwert 690 Mrd. CHF. Ende 2010 waren es noch 270 Mrd. CHF. Natürlich legt die SNB auch große Teile des Vermögens in Anleihen an. So wie es auch traditionelle Vermögensverwalter tun. Mittlerweile gilt die SNB als achtgrößter öffentlicher Investor der Welt und zählt bei vielen global agierenden Konzernen zu den bedeutendsten Anteilseignern.

Nach Veröffentlichungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC umfasst alleine das SNB-Aktienpaket am Apple-Konzern rund 1,5 Mrd.US-Dollar. Weitere Unternehmensbeteiligungen der SNB sind bei Alphabet (ehemals Google), Microsoft und Amazon.

In Zeiten, in denen das Anlageangebot von lukrativen Zinsanlagen ausdünnt, scheint eine derartige Strategie nicht nur logisch, sondern auch erfolgversprechend.  So trifft die SNB Vorkehrungen, um am Tag der Wahrheit (Hyperinflation oder gar Währungsreform) nicht ausschließlich auf Geldwertanlagen (Staat- und Unternehmensanleihen) zu sitzen, die einer möglichen Inflation schutzlos ausgeliefert wären.

Sollte dieser schlimme Fall nun doch nicht eintreten, so beschert das Aktiendepot der SNB Gewinn in Form von guten Dividenden und möglichen Kursgewinnen.

Wenn die Schweizer Nationalbank diesen Weg weiter so fortsetzt, könnte sie ein riesiges Anlageportfolio an erstklassigen Unternehmensbeteiligungen (Aktien) aufbauen und damit das Schweizer Volk zu globalen Großaktionären machen.

Die inflationäre Menge an Schweizer Franken wäre dann nicht durch Gold, sondern durch rentierliche Sachwerte in Form von Unternehmensanteilen hoher Qualität gedeckt.

Im Gegensatz zur SNB, türmen sich beispielsweise in der Bilanz der Deutschen Bundesbank zweifelhaft Forderungen an die EZB und an andere Euro-Mitglieder auf.  Sollte auch hier der schlimme Fall eintreten, dass der Euro einmal auseinanderbreche, säße Deutschland auf einem Berg fauler Forderungen, die Schweiz hingegen auf einem werthaltigen Aktienportfolio.

 

Das Beispiel der Schweizer Nationalbank könnte Schule machen

Es ist nicht auszuschließen, dass andere Notenbanken dem Schweizer Beispiel folgen und ebenfalls Aktien kaufen.

Nachdem die Notenbanken den Sparern zunächst die Zinsen geraubt haben, dürfe sie ihnen zukünftig auch noch die Aktien wegschnappen, welche die Notenbank zusätzlich mit dem selbstgedruckten Geld kaufen.

Dies könnte die Aktienkurse so langfristig in die Höhe treiben. Gut für alle, die dann hier bereits investiert sind.

 

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