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SCHEX News September 2018

SCHEX News September 2018 (05.09.2018)


Die Kunst der Diversifikation

Viele Anleger denken, mit dem Kauf von ein paar Fonds wäre es getan und sie hätten ihr Kapital gut gestreut (diversifiziert). Dem ist jedoch nicht so. Wussten Sie, das viele Fondsmanager dieselben Aktien kaufen? Viele Fonds überschneiden sich und der angestrebte Streuungseffekt geht dadurch verloren. 

I. Streuung durch Multi-Asset

Moderne Multi-Asset Strategien machen echte Vermögensstreuung möglich. Multi-Asset steht indirekt für Diversifikation, denn durch die Nutzung verschiedener Anlageklassen wird das Vermögen aufgeteilt. Dabei können verschiedenste Anlageklassen in Betracht gezogen werden, wie z.B. Aktien, Anleihen, Immobilien, Edelmetalle & alternative Investments. Auch Derivate können als Absicherungsinstrument durchaus Sinn machen.

Mit einer Investition in unterschiedliche Anlageklassen ist es jedoch bei weitem noch nicht getan. Entscheidend ist die Diversifikation innerhalb einer Anlageklasse. 

II. Streuung innerhalb von Anlageklassen

Beispiel: Diversifikation bei Aktien
Im ersten Schritt sollte in Unternehmen unterschiedlicher Länder, unterschiedlicher Industrien und Sektoren investiert werden. Auch durch unterschiedliche Währungen entsteht ein Diversifikationseffekt.

Im zweiten Schritt sollte zwingend auf die Charakteristika der Unternehmen geachtet werden, denn erst dadurch entsteht wahre Diversifikation.

Die folgenden Aktieneigenschaften können zudem langfristig Outperformance generieren - also eine Mehrrendite gegenüber dem Markt. Dies belegen finanzwissenschaftliche Erkenntnisse über viele Dekaden hinweg.

1. Relativer Preis: Value vs. Growth
a) Value = Unterbewertete Aktien
b) Growth = Wachstumswerte (Kursgewinne durch sogenanntes Momentum)
Unterbewertete Aktien (Value) geniereren i.d.R. langfristig Outperformance, jedoch laufen zeitweise auch Growth-Werte besser, wie es z.B. vor allem in den letzten Jahren der Fall war. Ein intelligent zusammengestelltes Portfolio könnte daher beides integrieren und durch die richtige Gewichtung Diversifikation sowie Mehrwert generieren.

2. Marktkapitalisierung (Unternehmensgröße): Small-, Mid- & Large-Cap
Kleinere Unternehmen (Small-Cap), die sich durch eine niedrigere Marktkapitalisierung - also einen verhältnismäßig geringen Unternehmenswert an der Börse - identifizieren lassen, weisen deutlich höhere Wachstumschancen auf, bergen jedoch auch höhere Risiken.
Große Unternehmen, wie es z.B. die DAX-Unternehmen sind, können im Verhältnis nicht mehr allzu stark wachsen, sind jedoch deutlich stabiler. Je nach Anlagestrategie sollte das richtige Verhältnis zwischen kleinen, mittleren und großen Firmen gefunden werden.

3. Niedrige Volatilität: Geringe Kursschwankungen einer Aktie
Studien zeigen, dass Aktien mit geringer Volatilität langfristig bessere Ergebnisse liefern und somit tendenziell zu bevorzugen sind.

4. Qualität: Finanzielle Gesundheit eines Unternehmens
Finanziell gesunde Unternehmen sind stabiler als fragile Firmen. Zur Ermittlung eines Qualitätsunternehmens können z.B. eine gute Eigenkapitalrendite, ein verhältnismäßig niedriger Verschuldungsgrad und eine anhaltende Cash Flow Kontinuität in Betracht gezogen werden.

5. Profitabilität: Hohe vs. niedrige Profitabilität eines Unternehmens
Arbeitet ein Unternehmen langfristig profitabler im Verhältnis zu Vergleichsunternehmen, so ist es zu bevorzugen. Logisch, denn profitablere Firmen werden auf lange Sicht besser performen als weniger profitable Unternehmen.

Dies ist lediglich ein Teil der Diversifikation auf der Aktienseite. Auch in anderen Anlageklassen sind entsprechende Aspekte zu beachten. Sie sehen, die Konstruktion eines robusten und profitablen Portfolios ist äußerst komplex.

In schwerwiegenden Finanzkrisen versagt eine simple Diversifikation oftmals, weil Investoren panisch alles verkaufen. Aus diesem Grund ist eine sehr breite und stets überwachte Vermögensstreuung entscheidend.

Übrigens: Auch ein gesunder Mix aus aktiven und passiven Anlagestrategien ist sinnvoll, denn mit dem Besten aus zwei Welten kann ein Anleger aus beiden Strategien profitieren und deren Stärken ausspielen. Vor allem auf der Seite der aktiven Fonds ist ein Multi-Strategy-Ansatz für zusätzliche Diversifikation wichtig, d.h. Fondsmanager mit unterschiedlichen Anlagephilosophien und -strategien auszuwählen.  

Fazit für ein diversifiziertes Vermögen

1. Multi-Asset: Die richtige Gewichtung, je nach Anlegertyp & -ziele, der verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Edelmetalle & alternative Investments.

2. Eine gesunde Diversifikation innerhalb der Anlageklassen, ebenfalls nach der Mentalität und den Zielen des Privatanlegers ausgerichtet.

 

All dies beachten wir bei unseren fortschrittlichen Multi-Asset-Portfolios und arbeiten mit führenden Investmentgesellschaften & Vermögensverwaltern zusammenarbeiten. Sie als Privatanleger müssen sich somit nicht selbst um die Komplexität dieser Themen kümmern und können sich stattdessen voll und ganz auf Ihr berufliches und privates Leben konzentrieren.

 


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